In den Orchestergraben

Auf der Bühne muss stehen mindestens ein Bösendorfer Flügel, drunter kann kein ernst zunehmender Künstler doch lässt Bernhard einfach als wäre nichts dabei Rosenkavalier 200. Mal gesungen den Ochs hat der Bassist den Dirigenten in den Orchestergraben fallen. Am Ende der Kunst bleibt immer der Champagner, ob Strauss in Salzburg, in Wien ein rauschendes Fest in den Orchestergraben fallen

Tonaufzeichnung

Modern war Kant, vorwegnehmend die Zeit, hatte ein Tonaufzeichengerät alle Vorlesungen wurden so, Festplatten gleich, analog gespeichert   Jederzeit abrufbar seine wunderbaren Ausführungen über die Vernunft, auch die Ästhetik kommt dabei nicht zu kurz, alle   Vorlesungen, alle Seminare: aber auch alle Gedanken konnte Kant speichern, so musste er sich nicht sorgen ob   seiner Genialität, das ein zündender Gedanke vergessen werden könnte von ihm, konnte er doch alles speichern. Glauben wir Bernhard.   Dank Friedrich, seinem Tonaufnahmegerät. Seinem Papagei.   Nur das mögliche Davonfliegen von Friedrich bereitete Kant Sorgen

Kant auf hoher See

Natürlich konnte Kant überall Vorlesungen halten. Nicht nur in Königsberg. Auch auf hoher See. Über die Vernunft konnte Kant überall sprechen. Sehend oder Nichtsehend. Auf hoher See. Warum nicht? Natürlich konnte Kant die Vernunft auch nach Amerika bringen. Oder auch die Ästhetik. Und natürlich konnte er eine Frau haben. Konnte Kant. Kant, nie verlassen hat Königsberg. Nie verheiratet war. Nach Amerika lässt ihn fahren Bernhard. Doch leider kein Preis nicht für ihn dort wartet, Irrenärzte nehmen ihn in Empfang. Musste das sein, Bernhard? Der arme Kant.

Natürlich Augsburg

Natürlich Augsburg morgen, das Cello spielen, Forellenquintett üben, über 20 Jahre nur üben nie fehlerlos, Caribaldi üben muss der Zirkusdirektor immer wieder, Gewohnheit Übung der Konzentration das Kollophonium streicht über den Bogen, Halt geben auf den Saiten, über 20 Jahre, als träumte Caribaldi, als träumte mir morgen Augsburg das Leben ein Spiel ein Theaterstück spielen morgen Augsburg das Forellenquintett als träfe Bernhard Casals morgen im Theater in Augsburg, die Gewohnheit immer nur die C-Saite spielt Caribaldi, immer nur die dunklen Töne trifft