Über den Brenner

Verloren die Blätter, verloren und doch schon verkünden die Knospen das Frühjahr zart, so bleibt der Winter Kälte und doch eingeschrieben schon die Blütenpracht, feuchter Novembernebel lag in den Schluchten, über den Brenner wollt noch kommen heut er, sein Rad quälte sich Meter für Meter, konnt die Hand fast nicht mehr sehen, über ihm der Adler zog, doch höher kam da teilte sich, der Nebel schwand, Sonne gab ihm Mut

Tu felix austria

Auf dem Berg, gedankenverloren vermisst nicht die Hügel, die Wiesen die Seen, die Träume flogen zum Meer nach Böhmen nach Italia wo bist du, Austria? Bist bei der Mayröcker? Bist beim Bernhard? Du glückliches Land Wo bist du hin? Bist bei der Bachmann? Beim Jandl? Hast kein Heimweh nach Tirol? Bist selbst dir fremd? Bist beim Handke? Ach Austria, wo bleibt der Wiener Schmäh? Hast viele Länder einst besessen bist selber dir nun fremd Was würden wir machen ohne Mozart und Schönberg? Tu felix austria, wo bist du hin? Eingebettet zwischen Bergen, verloren der Blick

So wenig war nie

Zuerst ist es gewachsen, dieses Europa, es wurden immer mehr Länder, die zur Europäischen Gemeinschaften gehören wollten. Nach dem Mauerfall kamen noch mehr und noch mehr Länder dazu, zur EG, die jetzt längst EU hieß. Und dann kam die Eurokrise und die Stimmung wurde schlechter. Jetzt gibt es viele Flüchtlinge wegen dem Krieg in Syrien und die Stimmung wurde noch schlechter als schlecht. Griechenland wird alleine gelassen. Die Balkanstaaten und Österreich wenden sich ab. Die Zäune immer schöner und größer. Alle warten darauf, dass Deutschland endlich auch keine Flüchtlinge mehr aufnimmt. Sollen doch die Griechen zusehen, wie sie die Flüchtlinge…