Auf dem Weg, unruhig umher

unruhig umher geht er, schmal, sehr schmal, ob auf der Flucht oder doch nur durch die Einkaufsstraße, um schnell noch ein paar Dinge zu erledigen. Nicht freundlich sein Blick, keine Geste der Begrüßung, hineingeworfen in die Welt, zwischen Arbeit und Familie hetzen, oder doch allein, Pflicht erfüllend, heute, gestern, morgen, Passanten werden ihn nicht halten, nicht ihn einladen zu einem Kaffee oder einer Suppe. Bedürftig? Oder doch nur getrieben? Auf dem Weg, unruhig umher lässt Giacometti ihn seine Wege ziehen Alberto Giacometti, Homme qui marche, 1960

Lobgesang auf den Buchhändler

für H. B.   Er weiß, wenn ich den Laden betrete schon Bescheid, zeigt mir gleich, hast du schon gesehen, den neuen … Lässt umherschweifen mich in den Regalen, bringt Kaffee, erzählt die neuesten Nachrichten, wer, was, wann, wo, wie sich ereignet hat, lässt auf Pump kaufen wenn gerade kein Bargeld zur Hand, weiß, dass man am nächsten Tag eh wieder reinschaut, zur Not gibt er auch Lebensberatung, Berufsberatung, vermittelt zwischen diesem und jenem Leser für alle Fälle hat er auch einen Anwalt an der Hand, empfiehlt den Rotwein, tröstet bei schlechten Fußballergebnissen, überrascht immer wieder damit, dass er schier…

Die Entstehung einer Zitronentarte

Man nehme, 1 Eigelb, man nehme, 2 EL kaltes Wasser, kaltes, man nehme das Mark einer Vanilleschote, auskratzen, man muss es auskratzen, mische dieses in 1. Schüssel, kleiner Schüssel und lasse, und lasse es stehen. Derweil, in einer 2. Schüssel, man nehme Mehl, Zucker, Salz, eine Prise und mische, mische, dazu man schneide 125 Gramm Butter, nicht zu kalt, in Stücke und vermische und knette, Teig werde, den Inhalt der 1. Schüssel vermengen mit der 2. Schüssel und kneten, kneten, kneten, man forme eine Kugel, eine wunderschöne Kugel aus diesem mürb werden sollenden Teig, ein Kugel und kühle sie ein wenig im…