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Der Tod in Idomeni

Es ist passiert. Was passieren musste. Sie könnten im Lager sterben. Oder auf der Flucht. Wir wussten es. Es würde passieren. Es ist passiert. Ertrunken. Bei der Flucht ertrunken. Der Fluss war zu stark. Hat sie fortgerissen aus dem Leben. Es musste passieren. Wer betet für sie? Wer liest die Messe? Wer spielt das Requiem, für die Toten von Idomeni, das Requiem. Die AfD-Wähler werden es wohl nicht sein. Horst Seehofer auch nicht.

Idomeni

Das Ende der Welt. Kann weit sein. Kann nah sein. Idomeni ist das Ende der Welt. Das Ende für die Flüchtlinge. Das Ende von Europa. Zumindest von einem menschlich. Humanen. Besseren. Die Geschichte von Europa war, nach Hitler, nach dem Zweiten Weltkrieg, eine Geschichte der Hoffnung. Die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland entstand. Die Mauer fiel. Die Fronten zwischen Ost und West lösten sich auf. Der kalte Krieg verschwand. Die EU wurde immer größer. Der Euro kam. Die Grenzen fielen. Die Eurokrise kam und alle schimpften auf Griechenland. Für die Flüchtlinge war Idomeni die Hoffnung. Jetzt ist es das Ende der Welt. Es geht nicht weiter. Und Europa ist am Ende. Das christliche Abendland fährt Europa gegen die Wand, zurück bleiben die Trümmer. Zurück bleibt die Hoffnung. Zurück bleiben die Flüchtlinge. Griechenland, der Ursprung von Europa, markiert auch die größte Krise. Wir lassen die Griechen allein mit den Flüchtlingen. Idomeni. Der Wendepunkt. Das Ende einer Idee.