Schlagwort: Grimm

Die Märchen lagen im Kühlschrank

Die Märchen lagen im Kühlschrank. Sicher

ist sicher. So bleibt das Blut länger frisch.

Abgehackte Hände sind ja keine Kleinigkeit.

 

Von Milchflaschen umgeben, eingezäumt

von Joghurt und Käse. Im Gefrierfach die

Alpträume eingesperrt. Zwischen den

 

Eiswürfeln und der Fertigpizza liegen sie gut

gebettet. Der Zauber ist dahin. Unter der

Bettdecke ist große Finsternis.

Himmelswade und Schnürbein #Grimm

 

Verraten der Müller

die Tochter, ein rechter

Aufschneider gar

als könnte die Tochter

 

das Unmögliche

das, was niemand vermacht

an den König verscherbelt

und rettet nicht er

 

Und rettet nicht

ein bucklicht Männlein

erst ihr hilft und spinnt

das, was nicht geht

 

zu Gold das Stroh

und muss versprechen

ihm in ihrer Not

das erste Kind

 

so hilfsbereit es

scheint, das Männlein

doch maßlos auch es

das Kind will nehmen

 

ihr für seinen Dienst

doch in Todesangst

keinen anderen Ausweg

nicht weiss

 

doch ach wie gut das

einer weiss, dass es

Rumpelstilzchen heißt

Ohne Hände #Grimm

Nicht widersteht der

Vater dem Teufel.

Verraten hat, in seiner

Gier, der Vater die Tochter.

 


Die Hände abhacken er

ihr, aus Feigheit, aus

Angst, nicht opfert sich.

Der eigenen Tochter die

 


Hände abhackt, nicht selbst

sich richtet. Die Tränen

nicht geholfen haben ihr

doch fern sie findet

 


die Hände verschnürt

auf dem Rücken

das Glück im

Garten, verstümmelt

 


und doch das Glück