Ein kapitaler Hirsch

Im Herbst geht der Schriftsteller auf Jagd. Großwildjagd. Keine Hasen oder so ein Gedöns. Hirsch, Reh, zur Not auch Gams. Nachts auf der Lauer liegend. Spüren, wie die Kälte in die Füße dringt. Die  Handschuhe nur wenig gegen den Frost schützen. Zum Glück keine Nässe. Das Fernglas überwacht die Wiesen vor den Wäldern. Klapprig ist der Hochstand und wenig geschützt gegen den eisigen Wind. Hilft nichts. Für einen stattlichen Hirschen muss man Opfer bringen. Bald kommt die Morgendämmerung. Es wird langsam Zeit. Jetzt sollte aber wirklich. Da. Ein leises Knacksen. Aus der Böschung. Noch im Gestrüpp. Was für ein Geweih….

Ohne Hände #Grimm

Nicht widersteht der Vater dem Teufel. Verraten hat, in seiner Gier, der Vater die Tochter.   Die Hände abhacken er ihr, aus Feigheit, aus Angst, nicht opfert sich. Der eigenen Tochter die   Hände abhackt, nicht selbst sich richtet. Die Tränen nicht geholfen haben ihr doch fern sie findet   die Hände verschnürt auf dem Rücken das Glück im Garten, verstümmelt   und doch das Glück

Gewiss doch des Glücks

Verloren, das Paradies, verloren, Erinnerungen der Kindheit, Erinnerungen. Eingedenk des Vergangenen, eingedenk des Grauens, verloren das unschuldige Paradies. Hat Huchel das Paradies verloren, das Kinderglück, die Geborgenheit, die Freude über den Gesang der Vögel, im glücklichen Garten wuchs das zarte Gras. Erinnerungen, unsicher und doch gewiss, gewiss nicht der Namen, gewiss nicht der Orte, gewiss doch des Glücks, des Glücks in einem wundervollen Garten geborgen gewesen zu sein. Peter Huchel, Der glückliche Garten, 1948