Schlagwort: Büchner

Lieben muss man, lieben

Die Menschen, die Menschen, muss lieben man, muss lieben, jeden einzelnen lieben muss man, muss Lenz. Verstehen dann das Schöne, das Hässliche, muss lieben man die Menschen. Die Kargen, die Fleissigen, die Bunten, die Leisen. Muss lieben man die Menschen. Ob Bäuerin, ob Venus, ob Madonna, lieben muss. Doch Ruhe nur will Lenz. Stille nur. Nach Haus? Zum Vater? Bei Oberlin bleiben muss Lenz, bei Oberlin bleiben, mit ihm in die Natur, ins Gebirg. Ruhe finden im Gebirge, im Gebirg, Oberlin an der Seit.

Ritt durchs Gebirge, ritt

Durch das Tal, zu Pferde, durch das Tal, Lenz mit Oberlin, mit Oberlin über die Berge, Steine, Felsen, Bäume rar, entgegen der Sonne, entgegen, Licht und doch Wolken, Wolken verdunkelnd den Himmel. Still wars, kein Vogel sang, es sang nur leis der Wind und doch treffend Menschen und doch Stille schien. Als Lenz ritt durchs Gebirge und Oberlin sein Begleiter. Das Leben schien so einfach, klar, dort im Gebirge schien. Schwand das Licht im Tal, die Freude ging, kam die Angst und setzte sich, hin zu ihm, zu Lenz, setzte sich und ging nicht fort.

Nach Haus? Nach Haus?

Nur das nicht das. Das nicht. Bleiben. Nach Haus? Soll er nach Haus? Was für ein verrückter Gedanke. Er, Lenz, muss ins Gebirg, in die Berg, in die Niemandsehenkannwelt. Nur er, Lenz und Oberlin. Er muss, ins Gebirg er muss, schreiten rauf und runter, ins Gebirge er muss schreiten. Nach Haus? Was für eine Idee, nach Haus. Ins Gebirge er läuft, geschwinde, als hätt´er Flügel, hätt´.