Verstaubt das Klavier

Verstaubt das Klavier steht, auch die Staffelei müsste mal wieder, doch lieber sitzt ich im Ohrensessel, die Finger sind nicht mehr so flink, malen, was soll ich schon noch malen, nicht einmal die Wörter fallen mir aus der Hand, der Regen peitscht die Blätter von den Bäumen, verwelkt stehen die Rabatten, die Astern färben noch himmelblau, die Eichhörnchen haben ihre Nüsse längst im Trockenen, gelesen hab ich noch in der Früh, doch am Abend müde die Augen, auf der Straße liegt der Blätterwald, wird bald Frost kommen. Vielleicht sollt ich doch noch einmal Bach spielen, oder Chopin, die Noten liegen noch irgendwo herum, am Abend, wenn der Staub nicht wäre, möglicherweise werden die anderen verrückt, wenn sie allein sind, ich hab mein Klavier.

Nach Emmaus gingen

Nach Emmaus gingen, nach Emmaus, zwei Jünger, der eine gewesen Kleopas, Kleopas und sie stießen auf ihn, den Gekreuzigten, den Gottessohn und sie erkannten, erkannten nicht, erkannten nicht ihn, den Erlöser.  Da legte er, der Gottessohn, ihnen, den Zweifelnden, den Ungläubigen dar die Schrift, legte sie aus, die Schrift, erklärte sie und als sie erreichten Emmaus, und als sie erreichten, die Jünger Emmaus,    Zu bleiben, sie flehten ihn an zu bleiben. Bleib bei uns, Herr, bleib bei uns, Herr, bleib bei uns, so lässt Bach sie flehen, die Jünger, so lässt Bach sie flehen, Abend ist geworden, Abend, so dunkel die Nacht, als fürchteten sie sich, als fürchteten sie, die Dunkelheit, die Nacht, die Einsamkeit, bleibe bei uns Herr, bleibe bei uns, so flehten sie. So blieb er und sie aßen, sie aßen das Brot, das er brach und den Fisch und sie erkannten ihn, sie erkannten ihn.

Caravaggio, Abendmahl in Emmaus

Bach, Bleib bei uns, denn es will Abend werden