Projekt #6

Die Nummer hatten sie ausgetauscht. Nüchtern ging Paul heim. Er zögerte. War unruhig. Nicht wegen Manni. Manni war ihm egal. Noch zumindest. Seine Geschichte war nicht seine Geschichte. er hatte einen Plan. Die Umsetzung würde bald kommen. Hatte alles, was er brauchte, längst zusammen. Musste nur noch in sich hineinhorchen. Der richtige Zeitpunkte war seine Entscheidung. Ein Schmetterling. Ein Wimpernschlag. Etwas würde die Entscheidung bringen. Er musste nur noch sein Labor aufbauen. Sein Leben wartete im Keller. Er musste was großes vollbringen. Das Ja oder Nein war nicht die Frage. Es würde in Neuhausen sein. Er hasste Neuhausen. Hass war für ihn wichtig. Er hasste viele Dinge. Paul hatte eine Ausbildung als Automechaniker gemacht, aber in seinem Beruf arbeitete er nur noch gelegentlich. In dem großen Konzern hatte er es nicht lange ausgehalten. Zu viele falsche Personen war dort gewesen. Zu monoton die Tätigkeit an der Fertigungsinsel. Die Roboter machten eh das meiste. Dann lieber rumschrauben. Basteln an alten Autos fand er spannend. Doch selber hatte er kein Auto. Meistens zumindest nicht. Manchmal meldete er eins an. Für ein paar Wochen. Wenn er gerade ein paar Euro übrig hatte, kaufte er sich ein altes. Bevor es nach Russland ging. Oder Rumänien. Oder Afrika.

Manchmal ist das Leben leer. Der Wassertropfen in der Welt verliert sich in der unendlichen Weite des Ozeans.

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