Projekt #3

Zum Schuster war Paul schon öfters gegangen. Hatte sich genau umgesehen. Zwei Räume hatte das Geschäft. Hinten war die Werkstatt. Im Haus wohnte der Grieche auch mit seiner Familie. Hatte drei Kinder. Mit Kindern konnte Paul nichts anfangen. Beziehungen hatte er meist nur kurz. Zuviel Nähe hielt er nicht aus. Mit seinen Eltern hatte er keinen Kontakt mehr. Warum auch. Manchmal traf er eher zufällig seine Mutter. Meist war sie eh betrunken. Er selber trank nie. rauchte auch nicht. Achtete auf seinen Körper. Nahm das Training ernst. Hielt sich an die Regeln. Drei Tage würde der Schuster brauchen. Er hatte keine Eile. Er hatte einen Plan. Es musste etwas geschehen. Die Zeit war nah. So konnte es nicht weitergehen. Das Labyrinth des Lebens brauchte einen Ausgang. Der Grieche war schon älter. Fast blasse Haut, graue Haare. Sein Bart voll mit Resten von Schwarz. Seine Hände groß und schwer. Trug ein goldenes Armband. Seine Stimme einen Akzent. Griechische Helden sahen anders aus. Da war sich Paul sicher. Nein, Kinder wollte er nicht haben. Urlaub in Griechenland machen auch nicht.

Unendliche Metaphern laufen nicht auf der Straße herum.

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