Der Lauf der Dinge

Die Dinge nahmen ihren Lauf. Der Nockherberg spuckte seine Betrunkenen aus. Lederhosen und Dirndl mit Biergestank. Taxifahrer machten ihr Geschäft. Wenn das Fahrzeug sauber blieb. Das Land bekam eine neue Regierung. Die Frauen hatten dabei Posten abbekommen. Aber keine großen. Franz fand die Anzahl der Frauen schon ok. Zumindest bei der SPD. Doch die großen Ministerien waren den Männern vorbehalten. Bei der CSU hatten die Frauen eh nix zu lachen. Aber das war ja schon immer so. Drei Männer als Minister und ein Mini-Amt für eine Frau. Gleichberechtigung ging anders. In Syrien hatten sich AFDler verlaufen. Kann ja vorkommen. Tellkamp hatte sich wohl auch verlaufen. Franz hatte den „Turm“ zumindest teilweise gelesen. Hatte ihn ein wenig langatmig gefunden. Irgendwie aus der Zeit gefallen. Doch durchaus als bemerkenswertes Buch eingeschätzt. Nicht als Avantgarde. Die ging anders. Manchmal hatte Franz das Bedürfnis nach einer epenhaften Erzählung. Nach Karl May für Erwachsene. Lesenächte ohne große Unterbrechung. Doch den Turm hatte er irgendwann liegengelassen. Seitdem nichts mehr von Tellkamp gelesen. Der Schnee war gegangen. Regen gekommen. Der Morgen verriet schon den kommenden Frühling. Krokusse legten ihr lila auf die Wiese. Das Gelb der Narzissen würde bald kommen. Die Kornelkirsche hatte die Blüten ausgetrieben. Bienen suchten ihr Essen.

4 Kommentare zu „Der Lauf der Dinge“

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