Kuchen backen

Für Franz waren die Zeiten der Aufregung vorbei. Der Koalitionsvertrag stand soweit, Schulz war zurückgetreten und die Regierung sollte jetzt mal wieder zu arbeiten anfangen. Ein Nachtreten nicht erforderlich. Und was draus würde, würde sich zeigen. Jeder hatte gewählt oder gegebenenfalls eben nicht und die Politiker sollten jetzt ihre Arbeit machen. Franz stürzte sich jetzt lieber wieder auf seine Lektüren. Der Fasching ging relativ spurlos an ihm vorbei. Vielleicht würde er am Abend ihn sehen. Gestern Abend hatte er kurz in den Fernseher geschaut. Mainz bleibt Mainz. Hatten seine Großeltern geliebt. Schien ihm irgendwie aus der Zeit gefallen. Trotz aller Modernisierung. Früher hatten sich die Menschen auf die Sendung gefreut. Heute geschieht dies wohl nur noch bei Dschungelcamp. Das ernstzunehmende Zeitschriften darüber schrieben, verwunderte ihn sehr. Das Niveau der Bild-Zeitung war auch beim Spiegel angekommen. Zumindest online. Für ein wenig Aufmerksamkeit macht man eben viel. Zur Not auch viel Quatsch. Die Fußball-Bundesliga pflegte derweil seine Langeweile. Hintern Bayern war viel Platz und keiner wollte ihn haben. Von Foucault soll ein neues Buch erscheinen. Im Radio hatte es dazu eine Sendung gegeben. Für Sonntag wollte er noch einen Kuchen backen. Schaffte er nicht immer. Doch wenn er das Wochenende nicht in den Bergen war, liebte er es. Maria auch.

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