Der Bahnhof von Saint-Lazare #2

Voller Sehnsucht stand der Maler an seinem Eingang, der Bahnhof von  Saint-Lazare, als Monet ihn malte, Sehnsuchtsort, Ort der Umtriebigkeiten der Hektik, der Aufbrüche und Ankünfte, Kathedralen der industriellen Revolution, gelesen die neuen Messen, an kamen die Dampfrösser, im Dampf umhüllt, entfernt das Land, das Dorf, Zentrum der Stadt, der Bahnhof als Ort der Glücks, unschuldig noch, die neuen Gelegenheiten des Fortfahrens. Das Reisen war eine Reise, das Wegfahren ein Abenteuer, geöffnet das Fenster. Noch erinnern manche Bahnhöfe an die Zeit des Reisens, wunderbar unrenoviert, das alte Eisen an der Decke, Rundbögen, als wäre es fast eine gotische Kirche. Nur das Smartphone in der Hand der Nachbarin passt nicht. Schnell schreibt sie noch eine Nachricht. Der Zug hat Verspätung.

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