Irbit: Prochor

Die Motorräder sieht man nur noch selten in Russland. Zu teuer sind die neuen. Alte sieht man hin und wieder noch. Die großen Zeiten sind vorbei. Aber sie werden noch hergestellt. Irbit liegt hinter dem Ural. In Sicherheit. Drum der Name für das Motorrad. Wurden im 2. Weltkrieg produziert. BMW-Nachbau. Motorrad-Gespann. Heute eine Manufaktur. Prochor hatte sein ganzes Leben Motorräder hergestellt. Auch sein Vater hatte dies gemacht. Er selber hatte ein altes. Für ein neues fehlte das Geld. Die alten sind robust. Fahren auch in der Kälte. Prochor geht gerne zum Eisfischen. Im Beiwagen die Angeln. Der Bohrer. Eimer. Was man so braucht. Mit dem Motorrad auf den zugefrorenen See. Das Eis würde auch einen LKW aushalten. Auf dem See hat er seine Ruhe. Meist nur Männer dort. Sitzen auf dem zugefrorenen See. Haben sich ein Loch gemacht. Sitzen da. Und angeln. Nicht weniger. Nicht mehr. Sie frieren nicht. Die Kälte sind sie gewöhnt. Später trinkt Prochor gern einen Tee. Oder auch Wodka. Aber nicht zuviel. Erst muss er  Fische fangen. Das Leben in Irbit ist ein gutes Leben. Er hat seine Arbeit. Wird satt. Er ist kein Freund von Putin. Aber wen sollte er sonst wählen? Weggehen würde er nicht. Jetzt ist er eh zu alt. Wird eine schöne Rente bekommen. Ein Fisch hat angebissen.

2 Kommentare zu „Irbit: Prochor“

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