Datscha #7

Die Ernte war nicht schlecht ausgefallen. Sie hatte Beeren zu Marmelade verkocht und dann nach Berlin mitgenommen. Auch Kirschen und Mirabellen hatten sie eingekocht. Äpfel im Keller gelagert. Tomaten zu Sugo verkocht. Sie konnte nicht nur mit dem Kopf arbeiten. Elisabeth kannte natürlich die Russen. Aber sie fühlte sich deswegen nicht wie Anna Karenina oder Oblomow. Früher hatte sie gern russische Romane gelesen. Heute fehlte ihr manchmal die Zeit. Doch im Winter, in den langen Nächten verschlang sie, fast als wäre sie wieder Kind, Romane. Oblomow las sie gerne öfters. Dostojewski hatte sie auch in dem kleinen Regal. Sie konnte ja nicht immer nur den Sternenhimmel ansehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s