Der Herbst

Die Freibäder waren geschlossen. Zu früh. Franz würd gern noch ein paar Runden drehen. Die Sonne wärmte wunderbar. Schon in der Früh den leichten Nebelschleier durchbrochen. Die Österreicher hatte Franz immer gern gehabt. Auch wenn die Kärntner schon lange seltsam wählten. Es gab was zu klagen über Klagenfurt. Franz mochte die Literatur aus Österreich. Den Bernhard. Die Mayröcker. Die Jelinek. Den Handke. Die Bachmann hatte er schon früh gelesen. Auch die Küche mochte er sehr. Die Marillenknödel waren seine große Liebe. Aber was die Österreicher da wieder zusammengewählt hatten, befremdete ihn sehr. Das Driften an den rechten Rand sollte doch außer Mode sein. Aber die FPÖ surft munter immer mehr nach Rechts. Fand der Franz sonderbar. Waren doch früher ein Vielvölkerstaat gewesen, als sie ihren Kaiser noch hatten.

7 thoughts on “Der Herbst”

      1. Als ich ein Kind war sind wir jedes Jahr für mehrere Wochen in Kärnten bei einer Freundin meiner Großmutter abgestiegen. Da hatten meine Eltern genug München, aber eben woanders, von daher habe ich einen gewissen Bezug zu dem Land. Nicht zu vergessen diese *unsägliche* Jelinek, die keiner außer mir zu verstehen scheint, und die Bachmann und von mir aus auch Mayröcker und Jandl etc. Kennst du Anatol Knotek bzw. seine Arbeiten? Wiener, hat Jandl und Mayröcker im Rahmen visueller Poesie umgesetzt.

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