Mathias #5

Wenn Nebel lag, die Kälte drang in seine Glieder. Im wurden die Hände noch schwere, der Rücken wurde zum Kreuz. Mathias liebte den Herbst nicht. In der Früh lag schwarze Luft über seinem Hof, die Lichter im Stall gaben kaum Helle. Der Atem der Kühe schleuderte ihm Wolken entgegen. Fliegen vergangen. Schwalben das Weite gesucht. In seinen Träumen wäre er manchmal gern mitgeflogen. Birnen und Äpfel hingen noch am Baum. Alles konnte er nicht mehr ernten. Unter den Bäumen sammelten sich das Fallobst. Nach dem Stall an den Ofen. Der Kaffee wärmte ihn von Innen. Seine schweren Stiefel standen vor der Türe. Der Lehm bröckelte nur langsam von der Sohle. Hin und wieder kam der Kater und forderte seine Milch ein. Das harte Brot tunkte er gern in seine Tasse. Wenn ihm jemand Kuchen brachte, war er glücklich.

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