Mathias #3

An bewölkten Tagen ging Mathias gern zu den Kühen. Fuhr ihnen über den mächtigen Schädel, kraulte sie.. Fast kam es ihm vor, als würden sie ihn verstehen. Er mochte ihre Stimme. Er blieb dann oft länger als nötig bei ihnen. Seine Hände waren oft voller Erde, schwer und rauh. Die Nachbarin lachte immer, wenn er aus dem Stall kam, fast so, als wäre sie ein wenig eifersüchtig auf die Viecher gewesen. Wenn Kälber kamen, war er immer noch aufgeregt wie ein kleiner Junge. Beim Kalben hatte er immer Hilfe vom Hias. So kräftig war er nicht mehr. Es sollte ja auch nichts schief gehen. Der Hias nahm die Kälber dann meist auf seinen Hof, wenn sie groß genug waren. Der Mathias brauchte keine mehr. Fühlte sich zu alt. Seine Kühe waren auch nicht mehr die jüngsten, aber abgeben kam nicht in Frage. Die Milch, die er brauchte, könnte er auch im Supermarkt kaufen, aber das wäre dann nicht mehr sein Leben.

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