Nach der Ruhe der Sturm

Franz war über die Diskussionen über den Trainer vom FC Bayern durchaus erfreut. Nach dem medialen Getöse um die Bundestagswahl gab es nun ein anderes Thema für die Seite 1. Auch im Wirtshaus wurde nicht mehr nur über CSU, AfD und Merkel geredet. So bekam die Politik ja vielleicht ein wenig Zeit zum Nachdenken. Im Grunde war es ja dem Franz einerlei, wer nun bei den Bayern auf der Bank saß. Der Kaiser würd es wohl nicht mehr machen und an Lothar Matthäus glaubte auch keiner. Vielleicht würden sich die Bayern ja ein richtiges Krisenjahr gönnen mit Platz drei am Ende der Liga. Täte der Bundesliga ja eigentlich gut, wenn mal wieder ein anderer Meister werden würde. Monotonie ist schlecht fürs Geschäft. Franz ging lieber zu den 60zigern. Die reisten mit Freude durch Bayern, waren erfolgreicher den je und hier und da wurde auf der Tribüne was Süßes geraucht. Franz mochte nichts Süßes zum Rauchen. Im Stadion ein Bier war für ihn genug, oder was zum Essen. Bei den Löwen war fast Ruhe eingekehrt. Ungewöhnlich. Gestern hatten sie 3:1 gegen den Tabellenzweiten gewonnen. Viele gelbe Karten. Viele Punkte Vorsprung. Den Sonntag hatte Franz langsam angehen lassen. Das Gewitter in der Nacht hatte für Abkühlung gesorgt. Vormittags Kuchen gebacken. Noch war Zwetschgenzeit.

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