Postkarten aus der Ferne

die milchfarbene Decke lag zart über

den Hügeln, nach dem Melken treibt die

Bäuerin die Kühe aus dem Stall, das Gesicht

eine Landschaft, das dunkelblaue Kopftuch

 

hält die Haare in Zaum, beim Gehen hilft

der Stecken, krumm von der Arbeit der Rücken,

woanders war sie nie, ihre Enkel schicken

manchmal Postkarten von der Ferne, später wird

 

die Sonne über die Hügel steigen, sie freut sich

schon auf den warmen Kaffee zum Frühstück, die

Stiefel stellt sie vor die Türe zum Trocknen

der Sohn wollte den Hof nicht übernehmen

 

3 thoughts on “Postkarten aus der Ferne”

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