Keinen Gin

Franz fühlte sich als Demokrat. Für Könige hatte er wenig übrig. Außer in Theaterstücken. Aber reale Könige hielt er für ziemlich überflüssig. Oder skurril. Spanien. Schweden. England. Aber irgendwie hatte er die englische Königin ins Herz geschlossen. Eher als kulturelles Ereignis. Die einen schauten ihre tägliche Seifenoper, andere amerikanische Serien im Internet. Manche tranken Gin. Gin mochte Franz nicht unbedingt. Aber in einer lauen Sommernacht fand er den Geburtstag der Queen amüsanter als Brexit-Verhandlungen von May. Der Streit um Kohl und sein Begräbnis hatte er Bildzeitung-Niveau. War ja auch kein Wunder. Familienstreit ums Erbe fand Franz eher peinlich. Ein Mensch, der 16 Jahre Kanzler war, war sicher kein einfacher Mensch. Franz mochte keine Machtmenschen.

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