Kartographie #9 Silberhornstraße

Zum Franz musste Maria nur eine U-Bahn-Station fahren. Oder laufen. Sie mochte den Bahnhof Siberhornstraße. Knallorange. Kräfte Sonne unter der Erde. Frei von Säulen der ganze Bahnsteig. Wer wollte, nahm von hier die Straßenbahn nach Grünwald. Doch Maria mochte Grünwald nicht. Obwohl die Fahrtstrecke sehr schön war. Lieber unter der Erde die Sonne. Manchmal lief sie den Berg zum Franz auch zu Fuß rauf. Obwohl die Sonne auch auf der Erde schien, hatte sie heute keine Lust. Sie ging auf der Tegernseer Landstraße noch ein paar Kleinigkeiten fürs Frühstück einkaufen. In der TeLa war eigentlich immer was los. Sie war die Herzkammer von Obergiesing. Und der Bauch. Bis vor ein paar Jahren hatte es in der Unteren Grasstraße noch einen richtigen Bäcker gegeben. Hatte ihr der Franz erzählt. Einen Bäcker, der seine Semmeln noch mit der Hand gemacht hat. Doch der Angerbauer hat aufgegeben. Keinen Nachfolger gefunden. Samstags musste man immer Schlange stehen. Die besten Semmeln weit und breit. Franz hat wohl auch den Kuchen dort sehr geliebt. Nutzte nichts. Maria kaufte die Semmeln woanders.

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