Kartographie #8 Stachus

Maria war mit dem Zug aus Florenz gekommen. Sie tat noch ein paar Schritt. Ging vom Hauptbahnhof zum Stachus. Der Brunnen hatte noch kein Wasser. Wollte sich wie eine Touristin fühlen und setzte sich an den Rand. Schaute den Leuten zu. Den Autos. Nachher ging sie ins Fastfoodrestaurant wie so viele Touristen. Aß ein paar Pommes und einen Burger. Als wäre sie im Urlaub in Monaco. Dabei lebte sie ja gerade in München. Ostern bei der Familie und bei Freunden hatte sie genossen. Aber nun war sie froh, wieder in München zu sein. Freute sich auf Franz, der auch bald kommen würde. Der Stachus hatte immer etwas besonderes für sie. War immer der Ort gewesen, von dem sie München erobert hatte. Ging immer vom Hauptbahnhof zum Stachus. Manchmal ging sie dann noch durch die ganze Fußgängerzone, als wär sie zum ersten Mal da. Schaute wie Touristen schauen. Wenn die Geschäfte schlossen, wurde es hier ruhig. Die Münchener waren dann nicht mehr hier. Warum auch. Maria hörte noch einem Musiker zu, der am Stachus spielte. Dann würde sie heimfahren.

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