Früher

Hinterhöfe haben eine eigene Melodie. Ihr Herz schlägt oft einen anderen Rhythmus. Franz schlenderte gern durch die Giesinger Gassen, am liebsten schaute er in die Hinterhöfe. Der eine Hof voll mit alten Autos, der andere mit alten Fahrrädern. Andre sammle alte Obstkisten zum Verheizen, die Kreissäge verrichtet ihr Werk. Immer mehr Hinterhöfe wurden zum Outdoorwohnzimmer umdekoriert. Vertikale Gärten. Hängematte. Grillküchen. Schuppen an Schuppen voller Gerümpel. Wellnessoasen für den Loftbewohner. Durch die großen Tore gelangte man zum Hinterhof. Die Tore oft aus Holz noch. Früher oft Werkstätten. Handwerksbetriebe. Heute Tattookünstler. Werbeagenturen. Früher gab es auch einmal ein Hinterhoftheater in München. Hatte dem Franz gefallen. War gerne dort gewesen. Hatte den Polt da gesehen und den Hube. Aber der war schon lange tot. Auch das Theater gibt es so nicht mehr. München wurde immer aufgeräumter. Franz ging immer noch gern durch die Hinterhöfe. Früher gab es in Giesing den Italiener. Heute war am Alpenplatz eine Osteria. Franz war früher gern mal dort gehockt. Das Essen war einfach gewesen. Passend zu Giesing. Jetzt war es anders.

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