Feierabendbier

Das Feierabendbier tranken sie vor dem Supermarkt. Eine freundliche Runde. Vielleicht war es auf das Frühstück. Oder das Mittagessen. Frühlingsfröhlichkeit. Kaum vergangen der Winter. Sie waren heute nicht so produktiv gewesen. Erwartete wohl auch kaum jemand von ihnen. Wo sie wohnen? Wer will das so genau schon wissen. Die Passanten machen einen leichten Bogen um sie herum. Wollen nicht in Kontakt geraten. Die Leistungsgesellschaft schafft eben nicht nur Gewinner. Die, die hier tranken, fuhren keinen Audi Q7. Auch keinen 7er von BMW. Der eine oder andere hatte ein Fahrrad, schon etwas klapprig und verrostet. Für den Nachhauseweg. Oder für den Proviant. So ein Tag war lang und das eine oder andere Bier musste getrunken werden. Manchmal tranken sie auch stärkere Sachen. Aber nicht immer. Erst einmal ein Bier zum Spülen. Frauen waren keine dabei. Fast sahen die Männer zufrieden aus. Sie hatten keine Eile. Mussten keinen Zug erwischen. Den Bus brauchten sie auch nicht. Wer die Männer waren? Keiner wusste es so genau. Keiner wollte es wissen. Alle gingen vorbei. Langsam verfärbte sich der Himmel rot. Abendstimmung.

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