Giesinger Karstadt

Früher war Franz gerne in den Giesinger Karstadt gegangen. Hatten alles. Lebensmittel. Schrauben. Werkzeug. Staubsaugerbeutel. Zur Not sogar Kleidung. Hat Franz da aber nie gekauft. War um die Ecke. Immer was los. Man traf die Leute vom Viertel. Später wurde daraus ein Hertie. Hat aber nichts geholfen. Dann abgerissen. Der Bau war immer hässlich gewesen. Jetzt gab es viele Läden. Drogeriemarkt. Wollworth Ramsch und Tengelmann. Aber den gibt es ja eigentlich auch nicht mehr. Alles chic. Alles sah gleich aus. Ob die Läden in Laim waren oder Schwabing, in Haidhausen oder Giesing. Sah kein Mensch. Alles glatt. Glänzend. Poliert. Auch Giesing änderte sich. Normal für eine Großstadt. Doch die alten Leute wurden verdrängt. Die Mieten stiegen. Zum Glück gab es noch das Schuhmachergeschäft. In der Zugspitzstraße. Franz trug gerne Schuhe hin. Wenn der Absatz mal wieder neu gemacht werden musste oder was anderes fehlte. Altes Geschäft. Der Inhaber hatte nur vor Jahren gewechselt. Verstand sein Handwerk.

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