Am Kiosk

Die Verkaufsfläche ist klein. Der Kunde bleibt draußen. Und doch. Es gibt fast alles. Zumindest das, was man im Moment braucht. Zumindest fast. Wenn Franz an der Isar war, war der Gang zum Kiosk manchmal wunderbar. Für alle Fälle gab es einen Kaffee, gar nicht mal so schlecht. Zeitungen gab es sowieso. Wenn der Abend kam, gab es auch Bier. Zumindest erst dann für Franz. Rauchwaren sowieso. Das Eis war auch nicht so schlecht. An der Reichenbachbrücke wurde sicherlich reichlich Alkohol verkauft. Franz mochte schon Alkohol, aber nicht immer. Am Tag holte er eher eine Apfelschorle. Sein Gehirn musste ja noch arbeiten. Wenn er an der Isar war, kamen ihm oft gute Ideen. Die Wellen kamen und gingen. Der Fluss war immer neu. Angeschwemmt aus den Bergen die Wörter. Das Rauschen formte sich zu Sätzen. Drogen waren da unpassend. Der Verkäufer vom Kiosk war recht freundlich. Kannte ihn schon längst. Reichte ihm schnell den Kaffee. Manchmal redeten sie kurz. Über das Wetter. Über das Geschäft. Dann ging Franz weiter.

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