Fernweh auf dem Balkon

Die Aussicht war grau. Oder weiß. Hin und wieder auch schwarz. Die gegenüberliegenden Balkone hatten sie alle. Oder zumindest fast. Wenn man genau hinschaute, nachzählte, blieb doch der eine oder andere Balkon übrig. Der keine hatte. Keine Satellitenschüssel. Gegen Fernweh. Für die Sehnsucht. Lieferten Programme aus der ganzen Welt. Auch deutsches. Sie liefen oft, die Fernseher. Gegenüber war immer was los. Zumindest auf dem Bildschirm. Oft sah man keine Menschen. Zumindest nicht auf dem Balkon. Nachts sah man die Farben gut. Die Farben des Fernwehs. Im Sommer konnte man das Fernweh auch gut hören. Dann war das Haus gegenüber lebendiger. Oder es schien zumindest so.

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