Bücher anfassen

27.02.2017

Franz mochte keine großen Buchhandlungen. Supermärkte für Bücher waren ihm suspekt.  Hugendubel war nie sein Fall gewesen. Nur ganz selten dorthin verirrt. Viel zu viele Bücher, die ihm nicht gefielen. Auch viel zu viele Menschen. Liebe Feinkost. Ausgewählt. Aber Telekom anstelle Hugendubel am Marienplatz war nicht besser. Kein Mensch braucht doch so viele Telefonläden. Nun sollte im Sommer der Hugendubel wohl zurückkehren zum Marienplatz. Es gab wichtigeres für Franz. Aber auch schlechteres. In der Fußgängerzone war er selten. Meist nur durchgeradelt. Wenn er von der Bibliothek kam oder früher von der Uni. Je nach Laune. Wie das Wetter war. Durch den Englischen Garten. Oder über den Marienplatz. Zum Glück gab es in München noch gute Buchläden. Aber sie waren nicht mehr geworden. Gerade im Univiertel hatte sich vieles negativ verändert. Franz kaufte immer noch Bücher in einer Buchhandlung. Mochte die Gespräche. Liebte es, Bücher anzufassen. Ging aber auch gern in Bibliotheken. Dort herrschte eine arbeitsame Stille. Meistens zumindest. Schrieb aber auch gerne im Café. Im Winter. Im Sommer.

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