Hellwach durch die Dunkelheit

09.02.2017

Wenn Franz Ruhe hatte, kochte er gerne. Er mocht das Handwerk. Das Schneiden. Das Rühren. Auch das Kneten. Und liebte das fertige Produkt. Manchmal war er traurig, dass das Essen so schnell aufgegessen war. Er war eben doch kein Schreiner, der einen Tisch für eine halbe Ewigkeit baute. Nur manchmal fehlte eben die Zeit, die Muße zum Kochen. Wenn er auftreten musste oder länger in der Bar am arbeiten war. Er liebte es, nachts zu arbeiten, in der sternklaren Nacht nach Hause zu radeln. Hellwach durch die Dunkelheit. Am Wochenende würde er auf einer Hochzeit spielen. Brachte gutes Geld. Machte manchmal aber auch Spaß. Franz liebte das Publikum. Wenn er tagelang nur am Schreibtisch war, musste er Menschen sehen.

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