Ankoppelung

2.2.2017

Die Ankoppelung gelang nicht immer. Nicht als Kind mit der Spielzeugeisenbahn, noch als Erwachsener. Manchmal war Franz da ungeduldig geworden. Wenn die Lokomotive schon wieder ohne Wagon losgefahren war. Auch als Erwachsener gelang ihm die Ankoppelung nicht immer. Weder an die Philosophie, noch an die Kunst. Gerne ging Franz in Ausstellungen. Meist ging er eher zügig durch die Ansammlung der Kunstwerke und entschied recht schnell, wo er länger verweilen wollte. Konnte nicht hundert oder mehr Kunstwerke aufnehmen. Manchmal blieb er länger vor einer Leinwand stehen. Er kroch dann in das Bild hinein. Schaute sich winzige Details an. Der kleinste Strich. Aß die Farben mit seinen Augen auf. Nur so konnte er es mitnehmen. Das Gebäude vom Haus der Kunst war für ihn immer sonderbar geblieben. Trotz der spannenden Ausstellungen. Entartete Kunst hing hier. Sagten die Nazis. Was für ein Wort. Was für wunderbare Bilder. Die Säulen fand Franz erdrückend. Letzten Sommer hatte er ein Bild von Basquiat dort gesehen. Slave Auction. Länger davorgestanden. Versucht, dass Bild zu fassen. Nicht gelungen.

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