Ein lauschiges Plätzchen

Franz´Erkundungen durch München fanden auch im Winter statt. Doch im Sommer ist es oft gemütlicher. Oft streift er an der Isar rum. Schlachthofviertel. Alter Südfriedhof. Wenn er zwischen den alten Grabsteinen und Baumstämmen dahin wanderte, sich die Inschriften ansah, traf er hin und wieder andere Passanten. Manchmal schliefen auch welche. Ihren Rausch aus. Vor der Pschorr-Familie. Oder anderswo. Wenn die Mass zuviel war. Früher war es der Pestfriedhof. Vor den Toren der Stadt gelegen. Zwischen Bader und Spitzweg, Kaulbach und Schwanthaler kann man hier auf dem Grün gut schlafen. Ein alter Gottesacker. Ein lauschiges Plätzchen. Umtobt vom Lärm der Stadt Ruhe findend. Nicht nur die letzte. Manchmal schrieb er hier etwas in sein Notizbuch. Zufrieden ging Franz dann heim.

4 Kommentare zu „Ein lauschiges Plätzchen“

  1. Schöner Text. Thematisch geschlossen. Nicht zu viele gedankliche Pfade. Das macht zwar der Kopf beim Gedankenstreaming. Tut aber der Literatur nicht so gut, im Übermaß. Gefällt mir.

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