Kein König auf dem Sockel

23.01.2017 #2

Vieles veränderte sich in München. Auch in Giesing. Er wohnt gleich hinter der Kreuzkirche. Die Nähe zum Gotteshaus gab ihm Geborgenheit. Zur Messe ging er eigentlich nie. Im Sommer ging er gern in den Salvatorkeller. Mit ein paar Freunden auf ein Bier. Es gab so schöne Kastanienbäume dort. Noch gab es viele ältere Menschen hier. Den Nockherberg hatte er zuerst nicht gemocht, der lange Anstieg mit dem Rad machte ihm keine Freude. Doch daran war er längst gewöhnt. Anzug trug er nur selten. Dann war er nicht mit dem Rad unterwegs. Jetzt, im Winter, war es manchmal schon recht kalt. Sein Gesicht wurde immer schnell rot bei dem eisigen Wind. Die „Bürger von Calais“ hatten ihn immer schon fasziniert. Kein König auf dem Sockel. Die Kunst vom Sockel geholt. Um sein altes Auto machte er sich ein wenig Sorgen. Ob es anspringen würde? Er wollte noch mit Maria über seine neuen Texte sprechen. Mit dem Fahrrad war es ihm am Abend zu kalt. Musste er weniger trinken. Sie wollten sich in einem Café treffen.  Eine Parklücke würde er schon finden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s