Wenn schliefe der Garten

Wenn schliefe der Garten, die Schnecken fern

die Blattläuse sind verschwunden, die heruntergefallenen

Blätter liegen auf dem Komposthaufen oder werden unter den

Obstbäumen vergessen, die vertrockneten faulen Äpfel sind

zusammengerecht worden, wenn schliefe der Garten

verschwunden die Bänke und Stühle, die Wespen kommen

auch nicht auf den Kuchen zugeflogen, die Ringelreihetänze

der Kinder sind im Herbstnebel seltener geworden, wenn endlich

schliefe der Garten unter einer dicken Schneeschicht auch die Wühlmäuse

würden nicht mehr zu erblicken sein

8 Kommentare zu „Wenn schliefe der Garten“

      1. Das gäbe einen strahlendbunten Stachelstrauß – ‚tschuldigung, ich habe gerade drei von Gernhardts Poetikvorlesungen gehört; das schlägt durch bis in die Prosa.

        Gefällt mir

  1. Schön atmosphärisch. Nicht wirklich verstanden habe ich hier die Beziehung Konjunktiv-Präsens. Was ich ahne: Du beschreibst die aktuelle Situation, leer, keine Läuse, Schnecken oder Wespen mehr. Aber der Garten schläft eben noch nicht. Das passiert erst im Schnee, daher Konjunktiv. So in der Art?

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s