Träume fallen herab / Jarrett

 

Gebeugt über das
Piano entreißt
Jarrett den Tasten
Klänge, eingerahmt
Zwischen Bach und
Chopin, Standards
des Jazzs umrankend
improvisiert er, den Tönen lauschend
als wäre ein großer Fluß
vorbeirauschend
wie wenn führe
er mit einer Vespa
über die Hügeln
der Toskana
entstehend Bilder
im Klangraum,
Gemälde, Filme
das Konzertgebäude
verwandelt sich in
eine riesige Stadt
blühende Wiesen
gleiten durch den Saal
Meer umschlungene Küsten
Stille
immer wieder
suchend einen Ton.
Wie kann die nächste Folge
entstehen, streng wird
das räuspernde Publikum
angestarrt.
Der Lauf der Finger
gleitet wieder
über das Klavier
Träume fallen herab

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