Das Mittelmeer

Im letzten Jahrhundert haben die Europäer gerne auf den Inseln im Mittelmeer Urlaub gemacht. Ob spanische, italienische, griechische Inseln. Beliebt waren sie alle bei den Europäern. Nun sind diese Insel auch beliebt geworden bei Menschen aus Syrien, Irak, Afrika. Aber das Problem sind nicht die Hotels oder Restaurants. Es geht nicht um die zu hohen Preise, die zu schlechte Qualität, die Menge des Alkohols oder die zu lauten Diskotheken. Die Menschen, die jetzt mit Booten kommen, die den Namen Boot zu unrecht tragen, sind sie doch nicht geeignet zum Fahren über das Meer, sie ertrinken bei ihrer Fahrt zu den europäischen Inseln. Dadurch entstehen für den Erholungsuchenden Urlauber Gewissenskonflikte. Soll er sein Sonnenbad beenden, wenn ein Boot vor seinen Augen strandet? Was macht ein Urlauber, wenn neben ihm eine Leiche angeschwemmt wird? Der österreichische Außenminister hat einen Lösungsvorschlag, der Europa weit voranbringen wird. Auf Inseln wie Lesbos, aber Mallorca wäre sicher auch wunderbar, oder Elba, sollen die Flüchtlinge kaserniert werden, in Internierungslagern. Australien dient hierbei als Vorbild. Das bei diesen Internierungslagern, die Australien z. B. auf Nauru betreibt, es zu Selbstverbrennungen kommt, weil die Lebensverhältnisse dort so katastrophal sind, stellt für den österreichischen Außenminister scheinbar kein Problem da. Für den erholungsbedürftigen Urlauber sollte dies dann ja auch keins sein, oder?

Ein schönes Meer, ein schönes Europa. Ein abschreckendes Europa.

8 thoughts on “Das Mittelmeer”

  1. Ich gebe das Like auch nur, weil du das drängende Dilemma Flüchtlinge und Urlauber ansprichst und so gut ausdrückst! Die Situation der Flüchtlinge allein ist weiterhin und schon so/zu lange katastrophal und eine Schande.
    Solche vielschichtigen Probleme lassen sich allerdings nicht von heute auf morgen voll lösen und wir sind weit von einer guten Lösung entfernt! Es kommen auch immer neue dazu…jetzt der Tourismus… Ich sehe überhaupt keinen Grund sich beruhigt in den Lehnstuhl zu setzen…

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      1. Dann lösch meinen Kommentar doch bitte! Der Platz ist dann wieder frei!
        Ich wollte damit ausdrücken, dass viel zu wenig getan wird und erreicht wird.

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      2. so hat ich deinen Kommentar ja auch verstanden und mit meiner Anmerkung die Zustimmung ausdrücken wollen… und der Tourist im Liegestuhl ist unter Umständen nicht unproblematisch, wenn neben ihm eine Leiche angeschwemmt kommt…

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