Der Waschsalon

Der Waschsalon, nicht wunderbar

nicht heimelig, nicht angenehm

der Duft, öd schauen die Menschen

gelangweilt in ein Buch, ins Smartphone

die nicht mehr weiße Wand an

kein schöner Film kann hier

entstehen

nirgends ein verliebtes Paar

in den Trommel die Wäsche

der Heimatlosen, Vertriebenen

Unglücklichen, vor der

Türe wartet der Frühling

 

15 thoughts on “Der Waschsalon”

      1. In München, wenn man auf dem mittleren Ring fuhr , kam man an einem Waschsalon vorbei. Gibt es den noch? Ich hab mich oft gefragt, wer dort seine Wäsche wäscht und wie es ist, keine Waschmaschine zu haben. Der Waschsalon als Begegnungsstätte, als romantischer Ort? Waschsalongeschichten. Wäre doch mal ein zu erweiterndes Thema. Danke für den Denkanstoss! Grüsse Kat.

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      1. Der Bezug Schuberts zu Waschsalons ist mir bisher nicht begegnet – in einem Lied der Winterreise kommt wohl flatternde Wäsche vor, wenn ich mich recht erinnere – oder war es doch die flatternde Fahne?

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  1. Der Waschsalon der Heimatlosen Vertrieben muss ein anderer sein wie ich ihn kenne. Ein durchaus poetischer Filmort / mir.
    Aber es gibt immer auch einen anderen Blick.
    Je nach Ort und Position.
    Wie es wohl immer ist.

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