Von New York nach Berlin

Amerika ist ein fernes Land. Nicht nur die Todesstrafe scheint aus der Zeit gefallen zu sein. Auch der Glauben hat doch besondere Spielarten. So auch der jüdische. Die Satmarer, eine ultraorthodoxe Gemeinde, nach der Soah gegründet, leben in New York eine besonders eigene Form der Strenge. Arrangierte Ehen, Sexualität als Tabu, die englische Sprache verpönt, Bücher verpönt etc. Um eine zweite Soah zu verhindern. Die Schriftstellerin Deborah Feldman ist dieser Welt entkommen. Ihr Leben abenteuerlich. Die Ehe ihrer Eltern war arrangiert, ihr Vater geistig behindert, die Ehe ihrer Eltern scheiterte, die Mutter outete sich später als Lesbe. Verstoßen von der Familie lebt die Autorin nun in Berlin, mitten in einem Stadtteil mit vielen Muslimen. Das Leben als Roman. Von New York nach Berlin.

11 thoughts on “Von New York nach Berlin”

  1. Nach 12 Jahren Berlin und Tel-Aviv wieder in der „Heimat“ Hessen angekommen – stelle ich fest: Es gibt sie heute immer noch – die Todesstrafe, in der hessischen Verfassung genauso wie in Bayern und im Saarland.Sie ist in dem Sinne auch nicht verboten, sondern „nur“ durch das GG außer Kraft gesetzt.

    Aber das nur BTW. Die amerikanische Auslegung per / via Selbstjustiz ist möglicherweise vergleichbar mit den Attacken in der Me’a Sche’arim am Schabbes. Froh bin ich da, bei Rebezzin Elisa Klapheck gelandet zu sein…

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