Vor dem Tor

Der Türsteher wirkt nicht freundlich, hütet das Tor, steht fest und klar und gibt keinen Einlass ihm, der wartet und wartet. Vergeht die Zeit und wartet, wird älter der Mann und wartet und schaut hinein in das Tor und schaut hinein und würd doch gerne hinein und durch und Innen sein und wartet. Tage und Jahre, Jahre und Tage, Wochen und Monate, sitzt da, auf einer einfachen Sitzgelegenheit und wartet. Niemand will hier herein, niemand, nur er und wartet und wird älter Tag für Tag und Jahr für Jahr und wartet. Wird grauer das Haar, wird grauer und schwächer die Augen, immer schwächer, Tag für Tag, die Ohren müde und wartet Tag für Jahr vor dem Tor um Einlass bittend. Ob freundlich, ob unfreundlich, fordernd oder zärtlich bittend, erweichend nicht sich lassend der Türsteher. Zum Gesetz will, zum Gesetz, der Mann und kommt nicht hin, verschlossen bleibt das Tor.

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