Einen Hering im Schnabel

Als ausfuhr der Fischkutter, still war die See, die Wellen waren faul, nur leise plätscherten sie dahin, die Wellen, zart und leis. Die Mannschaft döste in der Sonne, döste, gelangweilt auch der Kapitän. Doch kommt der Dieb, doch kommt, herab vom Himmel kommt, eine Möwe keck und frech und schnappt sich, schnappt sich, vor den großen Augen des Kapitäns, einen Hering einfach, einen Hering, einfach aus der Tonne und fliegt davon, fliegt, mit flinkem Flügelschlage, auf und davon, den Hering im Schnabel.

Heinrich Heine, Meeresstille

7 Comments

  1. faul oder faul? zum fischkutter passt da grad beides.

    Gefällt mir

    1. och… faule Fische gibts ja nicht, oder? Schmecken doch alle gut…

      Gefällt 1 Person

      1. weiß auch nicht, warum ich darüber gestolpert bin, ich mags ja gern mehrdeutig so. (und im wasser: stimmt!)

        Gefällt mir

      2. so stolpert man und stolpert, aber auf dem Fischkutter riecht es wohl eher nach frischem Fisch, mit oder ohne Kapitän Blaubär oder so…

        Gefällt 2 Personen

  2. Lustig und keck und frech! 😀

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s