Die Grausamkeit der Fabel

Jammern lässt Kafka die Maus, jammern, unzufrieden über das Sein, unzufrieden über das Leben und doch ausweglos scheint es, ausweglos, das Leben, in Räumen, Zäunen, Labyrinthen. Die Weite der Welt kennengelernt läuft die Maus in die Enge, in die Enge, schaut Kafka der Maus zu und lässt sie laufen, in die Ausweglosigkeit, am Ende der Welt lassend die Wahl, die keine ist, die Wahl zwischen Pest und Cholera, die Wahl, die keine ist.

Franz Kafka, Kleine Fabel

6 Kommentare zu „Die Grausamkeit der Fabel“

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