Das Seziermesser in der Hand

Mit aller Kraft, als käme der Herbst, legte Benn den jämmerlich ertrunkenen Bierausfahrer auf den Tisch, auf den Seziertisch und nimmt, und nimmt das Messer. Schneidet auf den unsanft Verstorbenen, schneidet ihn auf, auf der Suche nach dem Tod, schneidet ihn auf, die schöne Herbstblume hineinstopfend, die schöne Herbstblume hineinstopfend in die offene Brust, die dunkelhelllilafarbene Aster.

 

Gottfried Benn, Kleine Aster

1 Kommentar zu „Das Seziermesser in der Hand“

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