Über den Giersch

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Über den Giersch. Kann denn ein Gedicht, ein Gedicht über Giersch heute möglich sein? Über Giersch? Die Pflanze, die jeder Gärtner, ob Klein- oder Großgärtner, verwünscht, zum Teufel wünscht, wegwünscht, zerwünscht. Giersch, der Aegopodium podagraria, kommt von den Ziegen her, der Name, von den Ziegen. Womit wir nicht mehr bei den Römern wären, sondern schon bei den Griechen. Bei den Griechen? Doch. Der Name leitet sich, ob man will oder nicht, aus dem Griechischen ab: αἴγειος = aigeos für von der Ziege und πούς-ποδός = pous-podos für Fuß. Klar, sieht aus wie ein Ziegenfuß, das Blatt. Die Gärtner nennen es lieber Unkraut, er wuchert ziemlich, einmal da, im Garten. Ein Gedicht über den Giersch? Möglich? Heute? Auch im Kleinen liegt das Große. Auch im Giersch steckt Griechenland. So freuen wir uns, über jedes Gedicht, wir freuen uns über jedes Gierschgedicht.

20 thoughts on “Über den Giersch”

  1. Giersch schmeckt vorzüglich in grünen Mixsäften zusammen mit Banane und Kiwi oder Orange. Die zarten, jungen Blättchen kann man auch direkt verspeisen, sie erinnern geschmacklich an Suppengemüse (Sellerie).
    Leider ist die kleine Wildnis, wo ich immer Giersch ernten konnte, zu „ordentlichem“ Rasen kultiviert worden.

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      1. Ich weiß, im Garten ist der Giersch unpraktisch und kaum zu zähmen. Deshalb habe ich mir vor der „Rodung“ dieses verwilderten Gartens auch keine Ableger vom Giersch genommen.

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